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„Rhein-Kreis-Neusser, krempelt die Ärmel hoch“

Ein Gastbeitrag von Dr. med. Karl-Heinz Munter, einem der acht leitenden Impf-Ärzte des Rhein-Kreis Neuss. Er erklärt die Wirkweise des mRNA-Imfpstoffs und wirbt dafür, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen. Herr Dr. Munter war auch für die Durchführung der Impfung in unserem Wohnhaus in Aldenhoven zuständig.

Seit gut einem Jahr hält die Corona-Pandemie die Welt in Atem. Gott sei Dank stehen uns nun zwei Impfstoffe zur Ver­fügung. Da es sich um einen neuartigen Impfstoff handelt, fragen sich viele Menschen, ob sie sich impfen lassen sollen. Deshalb möchte ich Sie über den mRNA-Impfstoff informieren. Denn wenn sich, wie sich abzeichnet, nur etwa 50 Prozent von uns impfen lassen, werden wir die Pandemie nicht unter Kontrolle bringen.

Coronaviren sind behüllte RNA-Viren, die schon lange bekannt sind. Eine Erkrankung mit dem jetzigen Coronavirus SARS-COV19 kann zu schweren, teilweise tödlich ver­laufenden Erkrankungen führen. Dies betrifft insbesondere ältere Menschen und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen.

Der gentechnisch hergestellte mRNA-Impfstoff kommt ohne Krankheitserreger oder deren Bestandteile (Antigene) aus. Es wird also kein Virus injiziert. Dieser neuartige Impfstoff enthält lediglich einen Teil der Erbinformation des Virus, nämlich die des Stachelproteins (Spike S1 Protein) des Coronavirus. Dieses Stachelprotein ist charakteristisch für das Erkennen des Virus durch unsere Antikörper. Die gespritzte mRNA tritt in einige Muskelzellen an der Einstichstelle ein und produziert nun mit Hilfe unserer Zellen dieses charakteristische Stachelprotein des Virus und exportiert dieses aus der Zelle. Die gespritzte mRNA wird nach kurzer Zeit von der Zelle selbst ver­nichtet.

Das von unseren Zellen produzierte und aus der Zelle heraustransportierte Stachelprotein regt jetzt unsere Antikörperreaktion an. Diese Antikörper erkennen nun das eingedrungene SARS-COV2 anhand des Stachelproteins und blockiert dieses. Mit dem blockierten Stachelprotein kann das Virus jetzt nicht mehr in unsere Zelle gelangen und sich ver­mehren. Es wird in der Folge zerstört und kann daher keinen Schaden mehr anzurichten.

Warum kann eine Veränderung des Erbguts, d.h. eine Beeinträchtigung der Keimzellen (Eizellen bzw. Spermien), nicht stattfinden?
Unsere DNA liegt ausschließlich im Kern der Zellen vor. Der mRNA -Impfstoff gelangt zwar in unsere Zellen, aber es ist ihr unmöglich, in den Zellkern zu gelangen. Dies ist Fakt und seit Jahrzehnten bekannt. Wir Menschen nehmen andauernd z.B.  Erkältungsviren auf, die bekanntermaßen keinen Einfluss auf unser Erbgut haben.

Warum ging die Entwicklung des Impfstoffes so schnell?

  1. Die ganze Forschungswelt hat konzentriert und unterstützt mit enormen finanziellen Mitteln der Regierungen diese Impfstoffentwicklung vorantreiben können. Es handelt sich um das größte Forschungsprojekt der ver­gangenen Jahrzehnte.
  2. Einen mRNA-Impfstoff zu produzieren, ist wesentlich weniger zeitaufwendig als die herkömmliche Impfstoffproduktion von Lebend-oder Totimpfstoff.
  3. Das behördliche Genehmigungsver­fahren wurde extrem intensiv betrieben. Schon während der noch laufenden Studien wurden die Zwischenergebnisse dort geprüft und bewertet, so dass sehr schnell zu einer positiven Prüfergebnis kam.

In dieser dramatischen Pandemie, die den ganzen Globus befallen hat, und schicksalhaft für Millionen von Menschen ver­laufen ist und noch wird, stellt dieser neuartige Impfstoff zurzeit die einzige Chance dar um unser normales gewohntes Leben wieder zurückzugewinnen. An diesem Ziel sollten wir alle durch unsere Impfung mitwirken. Wir schützen damit unsere Gesundheit und sogar unser Leben, wir schützen unsere Familie und Freunde und unser Umfeld. Werben Sie für die Impfung nach dem Motto „Rhein-Kreis Neuss krempelt den Ärmel hoch“!