Start » Unternehmen » Aktuelles » Kinder- und Jugendhaus für sportliches Engagement ausgezeich...

Kinder- und Jugendhaus für sportliches Engagement ausgezeichnet

Beim bundesweiten Sportabzeichen-Wettbewerb der Sparkassen-Finanzgruppe konnte sich das Kinder- und Jugendhaus („KiJu“) der Lebenshilfe Rhein-Kreis Neuss durchsetzen und wurde als Preisträger im Themenschwerpunkt Inklusion ausgezeichnet. Mit der Auszeichnung sind 1000 Euro Preisgeld verbunden.

von links: Ralf Schmitz, Ralf Werner, Sonja Roebers

„Wir freuen uns total über die Auszeichnung, die Kids haben aber auch wirklich etwas geleistet“, sagt Sonja Roebers, Mitarbeiterin im KiJu, die mit den Kindern und Jugendlichen monatelang für das Sportabzeichen trainiert hat. Der Sportabzeichen-Wettbewerb fand bereits im September 2019 im Schloßstadion Greven­broich statt. Die Teilnehmenden der Lebenshilfe, darunter auch Bewohner des Wohnhauses Gustorf, wurden in verschiedenen Disziplinen geprüft und konnten am Ende das Deutsche Sportabzeichen in den Händen halten. Diejenigen, die die Voraussetzungen nicht erfüllt haben (Schwimmen ist Grundbedingung) haben ein Fitnessabzeichen beim inklusiven Sportfest des DOSB (Deutscher olypmischer Sportbund) abgelegt. Jetzt hat Marc Schmitz von der Sparkasse Neuss den Scheck über 1000 Euro an die Lebenshilfe übergeben.
Möglich wurde die Vorbereitung auf den Sportabzeichen-Tag auch durch die Kooperation mit dem SG Kaarst. „Einmal pro Woche können unsere Kinder und Jugendlichen umsonst in den Räumlichkeiten der Boxabteilung des SG Kaarst trainieren und die Geräte vor Ort nutzen, das ist großartig“, sagt Sonja Roebers, die das Training leitet. „Diese Kooperation gibt es schon seit einigen Jahren und ich bin immer wieder begeistert, was für tolle athletische Leistungen die Kinder bei uns teilweise erbringen“, sagt Ralf Werner, sportlicher Leiter der Boxabteilung des SG Kaarst. „Außerdem finde ich den Inklusionsgedanken gerade im Sport absolut wichtig. Die Kinder aus dem Wohnhaus gehören inzwischen als selbstverständlicher Teil zu uns. Es ist toll zu sehen, welchen Spaß sie beim Training haben und wie interessiert sie auch den anderen beim Training zuschauen.“ Zurzeit muss das Training coronabedingt ausfallen, aber Sonja Roebers will das Training sobald wie möglich wiederaufnehmen. „Man merkt einfach, wie gut den Kindern das Boxtraining tut, sie können und sollen sich so richtig auspowern. Ich fahre vorwiegend mit verhaltensauffälligen Kindern dort hin und nach dem Sport sind sie deutlich ausgeglichener. Wir machen auf jeden Fall weiter und sind auch beim nächsten Sportabzeichen wieder dabei.“ Von dem Preisgeld, das für sportliche Zwecke verwendet werden muss, will Sonja Roebers jetzt eigene Boxhandschuhe und Zubehör für das Fitness- und Boxtraining besorgen. „Gemeinsam mit den Kids wollte ich für die besondere Leistung, die sie erbracht haben, eigene Sportbekleidung aus dem Boxsport kaufen“, so Sonja Roebers.